

Wissenskompass
Die Welt der Arbeitsmedizin ist komplex und spannend - doch sind die medizinischen Inhalte sowie der hohe Stellenwert in der präventiven Medizin der Öffentlichkeit kaum bekannt.
Was passiert in der Arbeitsmedizin? Welche Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen gibt es und in welchen Berufsgruppen werden sie durchgeführt? Und wie schützt man nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit?
In zahlreichen Gesetzen und Verordnungen ist definiert, welche präventiven Maßnahmen je nach Tätigkeit notwendig sind. Diese geben den Rahmen vor, um Mitarbeiter fit und gesund zu halten.
In dieser Wissensreihe zeigen wir Ihnen abwechslungsreich und praxisnah, wo Bedarfe entstehen und welche Lösungen die moderne Arbeitsmedizin bietet.
Tätigkeiten mit Alkylquecksilberverbindungen

Alkylquecksilberverbindungen: Hochtoxisch für Nervensystem & Organismus
Alkylquecksilberverbindungen (z. B. Methylquecksilber) gehören zu den gefährlichsten Stoffen am Arbeitsplatz. Sie sind hochgradig neurotoxisch, werden leicht über die Haut sowie die Atemwege aufgenommen und reichern sich im Körper an. Ein kompromissloser Schutz der Mitarbeiter ist hier zwingend erforderlich.
💡 Ihre Mitarbeiter sind betroffen bei:
➡️ Laborarbeiten: Forschung und Analytik in der Chemie und Biochemie.
➡️ Umgang mit Altlasten: Sanierung und Verschrottung von kontaminierten Altlasten oder Gegenständen.
🩺 ARTEDOC Fokus: Toxikologische Überwachung Die arbeitsmedizinische Vorsorge konzentriert sich auf die Vermeidung irreversibler Schäden.
Biomonitoring: Regelmäßige Kontrolle des Quecksilberspiegels im Vollblut zur Expositionskontrolle, allgemeine Blut- und Urinuntersuchung, bei Verdacht weitere spezielle Parameter
Neurologischer Status: Früherkennung von Symptomen am zentralen Nervensystem.
PSA-Management: Beratung zur speziellen Schutzausrüstung, da herkömmliche Handschuhe oft keine ausreichende Barriere bieten.
Wir unterstützen Sie dabei, diese toxischen Verbindungen rechtssicher und nach dem neuesten Stand der Technik zu handhaben.
Tätigkeiten mit Alkylquecksilberverbindungen

Alkylquecksilberverbindungen: Hochtoxisch für Nervensystem & Organismus
Alkylquecksilberverbindungen (z. B. Methylquecksilber) gehören zu den gefährlichsten Stoffen am Arbeitsplatz. Sie sind hochgradig neurotoxisch, werden leicht über die Haut sowie die Atemwege aufgenommen und reichern sich im Körper an. Ein kompromissloser Schutz der Mitarbeiter ist hier zwingend erforderlich.
💡 Ihre Mitarbeiter sind betroffen bei:
➡️ Laborarbeiten: Forschung und Analytik in der Chemie und Biochemie.
➡️ Umgang mit Altlasten: Sanierung und Verschrottung von kontaminierten Altlasten oder Gegenständen.
🩺 ARTEDOC Fokus: Toxikologische Überwachung Die arbeitsmedizinische Vorsorge konzentriert sich auf die Vermeidung irreversibler Schäden.
Biomonitoring: Regelmäßige Kontrolle des Quecksilberspiegels im Vollblut zur Expositionskontrolle, allgemeine Blut- und Urinuntersuchung, bei Verdacht weitere spezielle Parameter
Neurologischer Status: Früherkennung von Symptomen am zentralen Nervensystem.
PSA-Management: Beratung zur speziellen Schutzausrüstung, da herkömmliche Handschuhe oft keine ausreichende Barriere bieten.
Wir unterstützen Sie dabei, diese toxischen Verbindungen rechtssicher und nach dem neuesten Stand der Technik zu handhaben.
Tätigkeiten mit Asbest

Asbest: Die unsichtbare Gefahr – Schutz vor Spätfolgen
Asbestfasern sind mikroskopisch klein, aber ihre Wirkung ist verheerend. Einmal eingeatmet, verbleiben die Fasern lebenslang im Lungengewebe und können noch Jahrzehnte später schwere Erkrankungen wie Lungenfibrose und Lungenkrebs auslösen. Daher hat der Arbeitsschutz zur Vermeidung der Aufnahme von Asbest oberste Priorität.
Seit 1993 besteht ein Herstellungs- und Verwendungsverbot für Asbest. Dennoch gibt es noch heute Tätigkeiten mit potentieller Asbestfaser Exposition, die besondere Schutzmaßnahmen erforderlich machen.
💡 Ihre Mitarbeiter sind betroffen bei:
Bauen im Bestand: Sanierung, Modernisierung oder Abbruch von Gebäuden mit Asbestbelastung (vor Baujahr 1993)
Mechanische Bearbeitung von Bauteilen: Bohren, Schleifen oder Fräsen in Altbauten (z. B. asbesthaltiger Putz, Spachtelmassen oder Fliesenkleber)
Tätigkeit im Steinbruch: Gewinnung und Aufbereitung natürlich vorkommender asbesthaltiger mineralischer Rohstoffe (z.B. Schotter, Splitt, Brechsand)
🩺 ARTEDOC Vorsorge & Früherkennung: Aufgrund der langen Latenzzeiten ist die arbeitsmedizinische Vorsorge (gemäß ArbMedVV) essenziell für den langfristigen Gesundheitsschutz:
Körperliche Untersuchung, Lungenfunktionsdiagnostik: Gezielte körperliche Untersuchung einschließlich Spirometrie und Röntgenaufnahme der Lunge in Zusammenarbeit mit einer radiologischen Praxis
Beratung zu Schutzmaßnahmen: Intensive Unterweisung zum Arbeitsschutz einschließlich persönlicher Schutzausrüstung wie Ganzkörperanzug, Atemschutz
Nachsorge-Management: Weiterleitung der Untersuchungsergebnisse an die Gesundheitsvorsorge (GVS), die die nachgehende Vorsorge des Mitarbeiters lebenslang überwacht
Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Mitarbeiter wirksam zu schützen.
Tätigkeiten mit weißem Phosphor (Tetraphosphor)

Weißer Phosphor (Tetraphosphor): Hochreaktiv & Gewebeschädigend
Weißer Phosphor ist eine der reaktivsten Substanzen in der Industrie. Neben der akuten Brandgefahr stellt die chronische Aufnahme ein Gesundheitsrisiko dar. Der Stoff wirkt systemisch toxisch und ist bekannt für seine zerstörerische Wirkung auf das Knochengewebe sowie die Leber und Nieren, verursacht lokale Verätzungen und schwerste Verbrennungen bei Kontakt mit der Haut.
💡 Ihre Mitarbeiter sind betroffen bei:
Chemischer Produktion: Herstellung von Phosphorverbindungen, Flammschutzmitteln oder Düngemitteln.
Metallurgie: Verwendung als Legierungszusatz oder bei spezifischen Reinigungsprozessen.
Spezialanwendungen: Arbeit in Laboren oder bei der Entsorgung von Altlasten und Kampfmitteln.
🩺 ARTEDOC Fokus: Knochenschutz & Systemische Überwachung
Aufgrund der spezifischen Wirkweise von weißem Phosphor setzen wir in der Vorsorge auf eine gezielte Früherkennung:
Laboranalytik: Überwachung von Blut- und Urinwerten, insbesondere Leber- und Nierenwerten, zur Detektion systemischer Belastungen.
weiterführende spezialisierte Diagnostik bei Verdacht auf Osteoporose.
Zahn- & Kieferstatus: Früherkennung von Kiefernekrosen durch regelmäßige Inspektionen und Beratung.
Notfallmanagement: Beratung zu persönlicher Schutzausrüstung und zu speziellen Ersten-Hilfe-Maßnahmen und Brandschutzvorkehrungen, da Wasser den Phosphorbrand nicht löscht.
Tätigkeiten mit silikogenem Staub

Eine Vielzahl mineralischer Rohstoffe enthält Siliziumdioxid, insbesondere Quarz. Bei der Gewinnung und Verarbeiten der Rohstoffe und bei der Herstellung entsprechender Produkte entsteht silikogener Staub.
Die feinen Partikel sind lungengängig und können das Lungengewebe dauerhaft schädigen. Ohne konsequenten Arbeitsschutz drohen schwere Erkrankungen wie die Silikose (Staublunge) oder auch Lungenkrebs, oft mit einer Latenzzeit von 10 Jahren bis mehreren Jahrzehnten.
💡 Ihre Mitarbeiter sind betroffen bei:
➡️Bau & Sanierung, z.B. Trennen, Schleifen oder Meißeln von Beton, Ziegeln oder Fliesen, Pflasterarbeiten, Bergbau
➡️Gießerei- und keramische Industrie, z.B. Herstellung von Glas, Porzellan, Steingut, Ziegeln, feuerfeste Erzeugnisse
🩺 ARTEDOC Beratung und Früherkennung:
Die arbeitsmedizinische Beratung unterstützt sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeiter und klärt Fragen zu technischen, organisatorischen sowie persönlichen Schutzmaßnahmen zur Vermeidung der Belastung mit silikogenem Staub.
Vorsorge (gemäß ArbmedVV) umfaßt:
▪️Allgemeine- sowie Arbeitsanamnese
▪️Körperliche Untersuchung einschließlich Spirometrie (Lungenfunktionsprüfung)
▪️Bei Bedarf Röntgenaufnahme des Thorax
Tätigkeiten mit Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid: Die unsichtbare Gefahr - Geruchlos, farblos, lebensgefährlich
Kohlenmonoxid (CO) ist einer der gefährlichsten Stoffe am Arbeitsplatz, da er von menschlichen Sinnen nicht wahrgenommen werden kann. Das Gas bindet sich im Blut deutlich stärker an das Hämoglobin als Sauerstoff und blockiert so den Sauerstofftransport im Körper. Schon geringe Konzentrationen können zu schweren Vergiftungen führen.
💡 Ihre Mitarbeiter sind betroffen bei:
Motoren- & Anlagenbetrieb: Arbeiten in Werkstätten, Tiefgaragen oder beim Einsatz von benzinbetriebenen Geräten in Innenräumen.
Verbrennungsprozessen: Betrieb von Feuerungs- und Schornsteinbau, Schweißarbeiten oder in Gießereien.
Tunnel- & Schachtarbeiten: Tätigkeiten in engen Räumen mit unzureichender Belüftung.
Rettungsdienst & Feuerwehr: Einsätze bei Bränden, technische Hilfeleistung bei verunfallten Fahrzeugen oder die Patientenversorgung in unklaren CO-Gefahrenlagen (z. B. defekte Gasthermen).
🩺 ARTEDOC Fokus: Akutschutz & Überwachung
Die arbeitsmedizinische Vorsorge konzentriert sich auf die Prävention von Intoxikationen und die Aufklärung über Schutzmaßnahmen:
➡️ Expositions: Beratung zur Notwendigkeit von CO-Warngeräten (Gasmelder) am Körper oder im Raum.
➡️ Biomonitoring: Bestimmung des CO-Hämoglobin-Werts (CO-Hb) im Blut zur Kontrolle der tatsächlichen Belastung, weiterführende Labordiagnostik.
➡️ Unterweisung: Schulung zum Erkennen erster Warnsignale (Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit) und zum richtigen Verhalten im Notfall.
Tätigkeiten mit Methanol

Methanol ist ein unverzichtbares Lösungsmittel und Rohstoff in der Industrie, doch seine Metabolisierung im Körper birgt spezifische Gefahren. Bei Kontakt kann es zu schweren Vergiftungen führen. Der Abbau zu Ameisensäure führt zu schweren Gewebeschäden, insbesondere am Sehnerv und im Zentralnervensystem (ZNS).
💡 Ihre Mitarbeiter sind betroffen bei:
Chemischer Synthese: Herstellung von Formaldehyd, Biodiesel oder als Lösungsmittel in der Analytik.
Energie & Technik: Verwendung als Brennstoff in Brennstoffzellen oder als Frostschutzmittel in technischen Anlagen.
Lacke & Farben: Einsatz als Lösemittelkomponente oder bei der Reinigung von Arbeitsgeräten.
🩺 ARTEDOC Fokus: Metabolisierung & Biomonitoring
Die arbeitsmedizinische Vorsorge zielt darauf ab, über die kumulative Aufnahme über die Atemwege und die Haut (hohe Resorptionsgefahr!) aufzuklären.
Biomonitoring (Urin): Messung von Methanol im Urin am Ende der Arbeitsschicht – ein essenzieller Parameter zur Validierung der Schutzmaßnahmen.
Neurologisches Screening: Achten auf unspezifische Symptome wie Schwindel, Sehstörungen oder Kopfschmerzen als Frühwarnzeichen.
Beratung zur PSA: Da Methanol viele Handschuhmaterialien schnell durchdringt, ist die Auswahl spezifischer Barrierematerialien (z. B. Fluor-Kautschuk) entscheidend.
Wir unterstützen Sie dabei, die Gefährdungsbeurteilung gemäß TRGS sicher umzusetzen und Ihre Teams durch gezieltes Biomonitoring vor den schleichenden Gefahren von Methanol zu schützen.